Filmprogramm (Schikaneder Kino)
19.-25. Mai 2001


Geek-Classics of the 80ies (19.-25.05.)
jeden Tag 18h und 20h

Filme, die den Hype um den PC mitausgelöst haben, bzw. das kulturelle Umfeld der frühen Computersubkulturen visualisieren und das Imaginäre dieser Zeit zeigen sollen.
Sa, 19.05. Schikaneder Kino:

18h: Vor-Eröffnung: Patlabor (OF)
20h: ERÖFFNUNGSFILM Tron (OF), USA 1982
Geek Classics of the 80ies wird mit einem bekannten Klassiker der Filmgeschichte, dem ersten Spielfilm mit computergenerierten Kulissen, eröffnet.

So, 20.05. Schikaneder Kino
18h: Weird Science (L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn) OF
20h: Das Special BestofStarWarsFanFilms zeigt aussergewöhnliche Parodien auf Star Wars, gemacht von enthusiastischen Fans.

Mo, 21.05. Schikaneder Kino:
20h: Wargames (OF), USA 1983, Regie: John Badham
Is it a game or is it real?

Di, 22.05. Schikaneder Kino:
20h: Megazone 23 (OF)

Mi, 23.05. Schikaneder Kino:
18h: Brainstorm (OF), USA 1983, Regie: Douglas Trumbull
The door to the mind is open!
20h: Demon Seed (OF)

Do, 24.05. Schikaneder Kino:
20h: Altered States (OF)

Filmreihe zugänglich für Mitglieder von club[d]vision
- Mitgliedschaft an der Abendkasse:
Tagesmitglied: 40,- / Jahresmitglied: 150,-
+ Unkostenbeitrag pro Film: 20,-



BestOfStarWarsFanFilms (20.05.)
ab 20h
BestOfStarWarsFanFilms vereint einen Querschnitt aus dem Filmschaffen begeisterter Fans. Ein Highlight ist sicher die "Star Wars Asciimation": eine Flash-Animation des Films "Star Wars – A New Hope", ausschließlich mit Ascii-Zeichen (alle möglichen Tastatureingaben) animiert.


Star Wars Asciimation / © Simon Jansen
Begeisterungsfähigkeit allein ist nicht alles, was einen echten Fan ausmacht. Ein richtiger Fan investiert Zeit und Geld in seine Leidenschaft. Dazu gehört vor allem das Sammeln und zur Schau stellen von Material, das in irgendeiner Beziehung zum Objekt der Leidenschaft steht. Das World Wide Web ist jene Publikationsfläche, auf der Fans auf Tausenden von Fansites Informationen, Bildmaterial, Eigenproduktionen und Querverweise zu anderen Fansites eines Themas versammeln - Einige "Webrings" ermöglichen "Touren" durch diese Sites. Die Fans schaffen damit eine erweiterte Repräsentationsfläche. Für Kulturwissenschaftler sind Fansites wertvolle Archive. 1977 produzierte George Lucas die Filmreihe Star Wars. Die vergleichsweise geringen Produktionskosten spielten ein Vielfaches wieder ein. Star Wars erlangte rasch Kultstatus und beeinflusste eine ganze Generation.

Auch auf die Entwicklung des Genrekinos übte Star Wars einen großen Einfluss aus. Die aufwendigen Special Effects führten zur Gründung der Firma Industrial Light and Magic (ILM), deren Arbeit heute noch im gesamten Filmbereich Maßstäbe setzt. ILM kann man als ein Forschungslabor für leinwandgerechte Wirklichkeitskonstruktionen bezeichnen. Mit dem Anspruch „More real than real“ schaffen Spezialisten Szenarien, die kaum echt sein können, aber ihrem Aussehen nach völlig realistisch sind.

Die Fans von Star Wars haben mit den neuen Technologien fast unbegrenzte Möglichkeiten, ihr Spielzimmer zu erweitern. Es bleibt nicht beim Nachspielen einiger Szenen im heimischen Garten, vielmehr drehen Fans ihre eigenen Star Wars-Abenteuer. Große Aufmerksamkeit widmen sie dabei der Entwicklung eigener Special Effects-Technologien. Sie inszenieren Weltraumschlachten im Wohnzimmer und verwandeln Hinterhöfe in unbekannte Planeten. Mit sympathischem Dilletantismus und begeistertem Engagement entstehen so die Projektionen einer großen Sehnsucht nach Geschichten „in a galaxy far far away“...

Das ambitionierte Filmschaffen der Fans durchbricht die herkömmlichen Produzenten - Konsumenten Strukturen. Dadurch verläßt Star Wars die festgelegten Routen hollywoodscher Vermarktung und beginnt ein unkontrolliertes Eigenleben. So kommt es, dass wir im erweiterten Kunstraum der Fansites eine faszinierende Sammlung von Filmen finden, die eine aufregende Hommage an die erfolgreichste Kinofilm-Reihe der Welt darstellt.